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Urban Gardening: Der Gartentrend 2019

Von Jana Möller
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Keinen Platz für einen schönen Garten? Diese Ausrede ist Geschichte! Mit dem Gartentrend Urban Gardening kann sich jeder, egal wie wenig Platz zur Verfügung steht, eine kleine grüne Oase schaffen. Grüne Gärten, die nicht nur toll aussehen und zahlreichen Insekten einen Lebensraum mitten in der Betonwüste Großstadt bieten, sondern die auch noch Hobbygärtner mit gesunden und frischen Lebensmitteln versorgen. Kein Wunder, dass immer mehr Stadtbewohner diesem Trend folgen und ihre eignen kleinen Gemüsegärten anlegen. Egal ob auf dem Balkon, auf der Dachterrasse oder der ein oder anderen Fensterbank. 

Urban Gardening Definition

Urban Gardening – zu deutsch: urbaner Gartenbau. Es geht es darum, freie oder ungenutzte Flächen mitten in der Stadt in kleine grüne Oasen zu verwandeln. Ungenutzte Brachflächen werden zu einem sozialen Treffpunkt für Jung und Alt. Diese kommen zusammen und bewirtschaften diese Flächen. Das Resultat: Wundervolle Gärten die zum Naschen einladen. Es werden nämlich überwiegend Nutzpflanzen angebaut wie Salat, Kohl, Tomaten, Gurken und vieles mehr. Jeder der Lust auf Gartenarbeit hat, kann mithelfen und im wahrsten Sinne des Wortes die Früchte seiner Arbeit ernten. 

Urban Gardening: Der Gartentrend 2019

Angefangen hat der Trend vermutlich in den 70er Jahren in New York City. Hier gibt es sehr viele Einwohner und sehr wenig Platz. Doch Themen wie Nachhaltigkeit, Selbstversorgung und Umweltschutz beschäftigen immer mehr Menschen. Wir wollen wissen, wo unser essen herkommt. Das Bewusstsein für gesunde Nahrungsmittel, die sowohl aus der Region kommen als auch unbelastet sein sollen nimmt immer mehr zu. Wer also keinen Garten zur Verfügung hat schließt sich einem der vielen Gemeinschaftsgärten in unseren Städten und Großstädten an. Urban Gardening kann aber auch individuell praktiziert werden: Indem man seinen privaten Außenbereich, so klein dieser auch sein mag, selbst bewirtschaftet. Egal ob Dachterrasse, kleiner Balkon, oder gemietete Gartenparzelle: Hier erfährst du, wie das geht! 

Urban Gardening für Jedermann: So wird’s gemacht

Du möchtest dein eigenes Gemüse anbauen, hast aber keinen eigenen Garten? Kein Problem! Hier nur zwei verschiedene Möglichkeiten: Gemeinschaftsgarten und Urban Gardening auf dem eigenen Balkon.

Gemeinschaftsgarten

Mit ein bisschen Engagement kannst du auch einen Gemeinschaftsgarten ins Leben rufen. Dafür braucht es eine Genehmigung des Grünflächenamtes und im besten Fall bereits ein paar freiwillige Helfer. Dinge wie ein Wasseranschluss, die Suche nach Sponsoren oder die Verteilung von Zuständigkeiten müssen geregelt werden. Gleichzeitig sollte auch ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden, damit sich möglichst rasch viele Leute finden, die sich an dem Gemeinschaftsgarten beteiligen möchten. Wenn der bürokratische Teil erledigt ist, kann es ans urbane Gärtnern gehen! Gemeinsam mit anderen Hobbygärtnern Naturverbundenheit erleben, aktiven Umweltschutz betreiben und gleichzeitig gesunde, frische und regionale Lebensmittel ernten. Eine absolute win-win-Situation.

 
Sorgt für ein wenig Entspannung nach der Gartenarbeit: Gartenbank aus Eukalyptusholz

Urban Gardening auf dem eigenen Balkon

Man braucht nicht unbedingt viel Ackerfläche um eigenes angebautes Gemüse oder Obst verzehren zu können. Urban Gardening funktioniert auch auf dem Balkon! Zahlreiche Gemüsearten benötigen nämlich gar nicht so viel Platz zum wachsen und gedeihen prächtig in Töpfen, Balkonkästen oder Kübeln. Kartoffeln wachsen beispielsweise super in großen Töpfen, genauso wie Tomaten. Salate, Möhren, Radieschen und natürlich unzählige Kräuter begnügen sich ebenfalls mit wenig Platz und können auf dem Balkon ohne Probleme wachsen. Hier hat der urbane Gärtner sogar einen Vorteil gegenüber dem traditionellen Gartenbesitzer: Man muss keine Angst haben dass einem die Schnecken oder Wühlmäuse die Ernte ruinieren. Besonders schön wird es auf dem Balkon, wenn man sich nach getaner Arbeit auf qualitativ hochwertigen Balkonmöbel entspannen kann!

Hochkasten: Eignet sich perfekt für ein Hochbeet auf dem Balkon

Praktische Tipps für Gartenanfänger

Du musst nicht unbedingt ins Gartencenter und dir für viel Geld zahlreiche große Töpfe und Kübel zulegen. Werde kreativ! Die meisten Pflanzenarten wachsen überall dort, wo gute Erde ist. So kannst du beispielsweise dein Gemüse auch in einer alten Weinkiste anbauen. Ausrangierte Koffer, die nicht mehr gebrauchte Babybadewanne, und vieles mehr kannst du bepflanzen. Auf diese Weise bekommt dein urbaner Garten auch einen ganz individuellen Look mit deinen ganz persönlichen Sachen. Das spart nicht nur Geld, das Upcycling ist auch noch gut für die Umwelt. Anbauen kannst du natürlich das, was dir schmeckt. Diese Gemüsesorten eignen sich am besten für Gartenanfänger:

  • Kartoffeln
  • Zwiebeln
  • Möhren
  • Salate
  • Radieschen
  • Kräuter
  • Kohlrabi
  • Spinat

Ein weitere praktischer Tipp: Setze auf Mischkulturen! Dass heißt: Pflanze nicht nur eine Sorte pro Kiste, Balkonkasten oder Hochbeet. Kräuter wie Salbei, Minze oder Thymian stoßen ätherische Öle aus, die viele Schädlinge abschrecken. Deshalb können die Kräuter ruhig neben deinen anderen Gemüsesorten gesät werden. Wer seine Erdbeeren vor Grauschimmel schützen möchte, pflanzt ein wenig Schnittlauch dazwischen. Dieser bunte Mix sieht nicht nur toll aus, sondern kommt auch noch einer ertragreichen Ernte zugute. 

Beim Gießen solltest du einen Anfängerfehler unbedingt vermeiden: Bewässere deine Pflanzen nicht in der prallen Mittagssonne. Bleibt Wasser auf den Blättern wird dieses von der Sonne stark reflektiert und die Blätter verbrennen. Also am besten gleich in der Frühe oder am Abend gießen. An die Schaufel, fertig, los: Viel Spaß beim Urban Gardening und vor allem: Guten Appetit!

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