Garten anlegen

Garten anlegen – Schritt für Schritt zum Traumgarten

Von # jana
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Du möchtest einen Garten anlegen und weißt gar nicht, wo du anfangen sollst? Kein Problem! Die Gestaltung und das Anlegen eines Traumgartens scheint eine Mammutaufgabe zu sein. Diese kannst du aber Schritt für Schritt bewältigen. Wir helfen dir dabei mit praktischen Tipps, hilfreichen Infos und Inspiration. Hier ein kurzer Überblick, was dich in diesem Beitrag erwartet:

Garten anlegen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Naturnahes Tierparadies, Spielbereich für die Kids oder Erweiterung des Wohnraums? Welche Anforderungen muss dein persönlicher Traumgarten erfüllen?

1. Schritt: Inspiration sammeln – Welcher Stil soll es sein?

Verschiedenen Lebenssituationen und Geschmäckern verdanken wir, dass kein Garten dem anderen gleicht. Es gibt moderne Gärten, romantische Bauerngärten, stylishe Japan-Gärten, Schmetterlingsoasen und minimalistische Kiesgärten. Auch die Pflanzenvielfalt ermöglicht ein individuelles Gestalten deiner persönlichen Oase. Diverse Farben, Formen und Materialien bieten dir maximalen Gestaltungsspielraum! Bevor du dich aber an das Anlegen deines Gartens machst, muss eine Frage geklärt werden: Wie soll dein neuer Garten aussehen? Entscheide dich für eine Richtung und sammle in diesem Bereich jede Menge Inspiration. Denn nur wenn du weißt, wie das Endergebnis aussehen soll, kannst du dich auch deinem Ziel Stück für Stück nähern. Inspiration und Bilder findest du in allen Bilder-Suchmaschinen.

2. Schritt: Der Plan

Bevor es an die handwerkliche Arbeit direkt im Garten geht, muss ein Plan her. Diesen kannst du dir entweder professionell von einem Gartenarchitekten/-in erstellen lassen oder selber machen. Die Erstellung so eines Planes kann zwischen 400 € und 1000 € kosten, je nach Grundstücksgröße und Aufwand. Sich bei diesem ersten und wichtigsten Schritt professionelle Hilfe zu holen, kann in vielerlei Hinsicht nützlich sein. Die professionelle Gartenplanung kann dir im Laufe deines Projektes jede Menge Zeit und Ärger sparen. Ein planlos angelegter Garten zieht häufig aufwendige Änderungsarbeiten nach sich. Der Ärger wäre groß, wenn man plötzlich merkt, dass die Terrasse keine Sonne abbekommet, die Sträucher in der prallen Sonne eingehen und die Wege nicht genutzt werden, weil der Weg durch die Rasenfläche kürzer und sinnvoller erscheint. So kann es sein, dass man seinen neu angelegten Garten bereits wenige Jahre später wieder komplett umkrempelt. Die verlorene Zeit und das verlorene Geld sind dann ein großes Ärgernis. Wer es dennoch selbst machen möchte, für den kommen hier unsere Tipps für die Erstellung eines Gartenplanes:

So erstellst du einen Gartenplan:

  1. Maße zu Papier bringen, sodass du maßstabsgetreu planen kannst
  2. Lichtverhältnisse berücksichtigen: Wann scheint wo die Sonne?
  3. Plane Flächen für Terrasse, Sitzmöglichkeiten, Liegen, Teich, etc.
  4. Plane einen Sichtschutz in Form von Zäunen oder Hecken
  5. Plane die Rasenfläche
  6. Plane einzelne Beete oder Hochbeete
  7. Plane Gartenwege zwischen den einzelnen Bereichen
  8. Erstelle einen Pflanzplan: Wo ist ein guter Platz für welche Sorte?

Für die einzelnen Bereiche verwendest du unterschiedliche Farben und Schraffierungen. So kannst du auf einen Blick erkennen, wo sich die Holzterrasse befindet, wo die Wege aus Naturstein und wo die Rasenfläche. Für die Darstellung von Bäumen zeichnest du die Baumkronen mit einem Zirkel. Schau dir im Internet verschiedene Gartenpläne an, so bekommst du eine Vorstellung davon, wie das Ganze am Ende aussehen kann. Häufig kann es sein, dass man im Laufe der Zeit weitere Ideen entwickelt. Für diesen Fall solltest du den Grundriss mit allen Maßen mehrfach kopieren, sodass du immer wieder neu planen kannst – so lange, bis du zufrieden bist!

Der Gartenplan
Ein Plan muss her – so wird er gezeichnet

3. Schritt: Die Erdarbeiten

Wenn der Plan steht, heißt es endlich: Ärmel hochkrempeln. Du beginnst mit den groben Erdarbeiten, sodass Terrassen und Beete angelegt werden können. Manchmal ist ein Begradigen der Gartenfläche erforderlich. Wer ein altes Grundstück besitzt, mag überlegen, ob es sich lohnt, auch die gesamte Rasenfläche neu anzulegen. Diese könnte mit Unkraut und Moos durchwachsen sein. In so einem Fall hilft meist nur: Alles runter und neu aussäen. Auch bei diesem Schritt lohnt es sich, ein Profi heranzuholen. Ansonsten kannst du schweres Gerät auch tageweise im Baumarkt ausleihen. Mit Pfosten und Schnüren kannst du dann einzelne Bereich markieren. So bekommst du eine bessere Vorstellung von den Dimensionen und den Lichtverhältnissen in den einzelnen Bereichen. Falls noch nicht vorhanden: Nun wäre ein guter Zeitpunkt, um einen Elektriker/in Anschlüsse für die Außenbeleuchtung legen zu lassen! So kannst du deine Terrasse und eventuell einen weiteren Bereich in deinem Garten später prima ausleuchten.

4. Schritt: Terrasse, Teich, Wege und Co.

Soll eine neue Terrasse gebaut werden? Oder möchtest du noch einen Teich ausheben? Auch das Einbauen oder Aufstellen eines Pools kann jetzt in Angriff genommen werden. Ein schönes Gestaltungselement sind Hochbeete für die Terrasseneinfassung. So kannst du deine Terrasse wunderbar begrünen und einen zusätzlichen natürlichen Wind-, Sonnen- oder Sichtschutz einbauen. Bei der Gestaltung sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt – überlege dir, welche Ansprüche und Anforderungen du an deinen neuen Garten stellst und versuche mit kreativen Ideen eine clevere Lösung für alle Eventualitäten einzuplanen. Nun kannst du auch überlegen, wie du die einzelnen Bereiche miteinander verbinden möchtest. Soll ein Weg zwischen Terrasse und Gartenhäuschen gepflastert werden? Oder lieber einzelne Trittstufen? Auch ein Kiesweg in Kombination mit großen, quadratischen Fliesen ist eine moderne Interpretation eines Weges.

5. Schritt: Der Sichtschutz

Nun kümmerst du dich um die Grundstücksgrenzen. Hier bevorzugen die meisten einen Sichtschutz. Dieser kann in Form von Mauern, Zäunen, großen Sträuchern oder Hecken aufgestellt werden. Du entscheidest! Beachte hierfür auch den Zeitpunkt, wann welche Pflanzensorte eingepflanzt werden kann. Achte auch darauf, dass alle Grundstücksgrenzen eingehalten werden. Plane unbedingt Platz ein, um Hecken von allen Seiten schneiden zu können. Nach diesem Schritt hat dein Garten einen Rahmen bekommen. Nun kannst du dich um alles Weitere kümmern!

6. Schritt: Die Beete bepflanzen

Sind die Beete angelegt, kann es ans Pflanzen gehen. Hier entscheidet die Jahreszeit sowie die Himmelsrichtung, was gerade getan werden kann. So ist es gut möglich, dass du einen Teil des Beetes im Frühjahr, den anderen Teil aber erst im Herbst einpflanzen kannst. Hier ist Geduld gefragt und auch ein bisschen Voraussicht. Du hast noch keine Idee, was du Pflanzen könntest? Hier ein paar Tipps zum Garten anlegen und dem Bepflanzen neuer Beete:

Pflanzen für die Südseite oder einen vollsonnigen Standort:

  • Mediterrane Kräuter wie Thymian, Salbei, Oregano, Rosmarin
  • Gemüsepflanzen wie Chili und Paprika
  • Zitrusbäume wie Zitronen-, Orangen- oder Limettenstämmchen
  • Olivenbaum
  • Einige Gräser wie Blau-Schwingel, zartes Federgras, Pampasgras, Chinaschilf
  • Petunien
  • Gladiolen
  • Lavendel
  • Sonnenbraut
  • Sonnenröschen
  • Skabiosen
  • Kugeldistel
  • Skabiose für den Südgarten
  • Rosmarin für die Südseite im Garten
  • Garten anlegen mit Lavendel
  • Petunien gibt es in vielen verschiedenen Farben
  • Pampasgras für die Südseite des Gartens
  • Olivenbaum

Pflanzen für die Ost- und Westseite oder einen halbschattigen Standort:

  • Storchschnabel
  • Rhododendron
  • Fingerhut
  • Funkien
  • Japanisches Berggras
  • Schaumblüte
  • Sterndolden
  • Tränendes Herz
  • Purpurglöckchen
  • Glockenblume
  • Hortensien
  • Fuchsien
  • Storchschnabel in der Farbe Rosa
  • Rhododendron
  • Purpurglöckchen gibt es in vielen Farben
  • Blaue Hortensien
  • Funkien
  • Fingergut

Pflanzen für die Nordseite oder einen schattigen Standort:

  • Immergrün
  • Prachtspiere
  • Bleiwurz
  • Gedenkemein
  • Waldlilie
  • Golderdbeere
  • Herbst-Anemone
  • Hainblume
  • Japan-Segge
  • Prachtglocke
  • Eisenhut
  • Lerchensporn
  • Immergrün
  • Prachtspiere
  • Golderdbeere
  • Herbst-Anemone
  • Japan-Segne
  • Eisenhut

7. Schritt: Der letzte Schliff – Gartenmöbel und Deko

Der Rasen ist gesät, die Beete bepflanzt und die Wege gelegt. Nun geht es ans wohlverdiente Ausruhen auf der Terrasse. Die Gartenmöbel sollten proportional zur Größe der Terrasse gewählt werden. Auch vom Stil her müssen sie zum Gesamtbild des Gartens passen. Beim Garten anlegen geht es schließlich darum, ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen. Gartenmöbel aus Holz eignen sich wunderbar für naturnahe Gärten und Bauerngärten. Loungemöbel aus Aluminium ergänzen einen modernen Garten. Bei der Dekoration deiner neuen Terrasse kannst du mit wetterfesten Textilien wie Outdoor-Kissen und einem Outdoor-Teppich für Gemütlichkeit sorgen. Lichterketten oder moderne Tisch- und Stehleuchten sorgen für unvergessliche Sommerabende. Wir wünschen dir viel Freude beim Anlegen deines neuen Gartens und noch mehr Freude dabei, diesen in vollen Zügen zu genießen!