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Wand streichen: Ideen und Profi-Tipps für den perfekten Anstrich

Von Jana Möller
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Lust auf eine Veränderung in deinem Zuhause? Ein neuer Anstrich kann den Look eines Raumes komplett verändern. Das Wände streichen ist schnell und einfach selbst gemacht, kostet nur sehr wenig und macht auch noch Spaß! Der beste Weg also um das Zuhause ohne großen Aufwand zu verschönern! Dir fehlen noch konkrete Ideen? Davon haben wir dir hier eine ganze Menge zusammengestellt, inklusive Anleitung und zahlreicher Profi-Tipps für den perfekten Anstrich!

Wand streichen Ideen und Bilder zur Inspiration

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten Farbe an eine Wand zu bringen. Wem das klassische Streichen zu langweilig ist, kann eines der folgenden Dinge probieren:

  • Streichen im Aquarell-Look mit zarten, absichtlich gestalteten Übergängen und hellere und dunklere Abstufungen einer Farbe. Dies klappt am Besten mit einem großen Pinsel
  • Streichen mit besonderer Farbe: In diesem Beispiel mit einer Wandfarbe mit glänzenden Goldpartikeln, für funkelnd schöne Zimmerwände
  • Verschiedene Techniken ausprobieren, hier zu sehen im blauen Kreis eine Kratztechnik, es gibt aber auch Tupf- oder Schwammtechniken
  • Eine Berglandschaft an die Wand bringen: Einfach mit Bleistift holprige Linien vorzeichnen die dann mit unterschiedlichen Abstufungen eines Farbtons nachgezeichnet werden
  • Mit Kreidefarbe experimentieren und eine Art kunstvollen Horizont an die Wand bringen
  • Zweifarbig streichen: Ein Hingucker der ganz einfach selbst gemacht ist (wie erfährst du weiter unten!)

Neben verschiedener Techniken gibt es auch unterschiedliche Styles an denen man sich orientieren kann. Für einen eleganten Look eignet sich eine kräftige, etwas dunklere und matte Farbe, wie dieser tiefe Blauton im ersten Bild. Auch ein starkes Bordeaux oder Smaragdgrün wirken sehr edel und passen perfekt zu einer Vielzahl unterschiedlicher Wohnstile, unter anderem zum Retro-Stil, Modern Glam oder auch zum Boho-Stil.

Eine dunkle und matte Wandfarbe wie dieses tiefe Blau wirkt sehr edel

Profi-Tipp: Nie mittendrin aufhören! Streiche eine Wand immer bis sie fertig ist. Ist die Farbe erst einmal getrocknet und du streichst dann weiter entstehen unschöne Übergänge

Du hast eine Wand die ganz viel Aufmerksamkeit bekommen soll? Mit geometrischen Mustern und unterschiedlichen Abstufungen derselben Farbfamilie kein Problem!
So wird’s gemacht:

Linien mit Kreppband an der Wand ziehen. Am Kreppband entlang in der jeweils gewünschten Farbe streichen, um so eventuelle Löcher zwischen Wand und Klebeband zu schließen in die Farbe laufen könnte. Dann die einzelnen Farbfelder ausmalen. Kreppband von der Wand ziehen solange die Farbe noch nicht vollständig getrocknet ist. Sobald die Wand trocken ist entlang der bereits ausgemalten Flächen erneut Linien mit Kreppband ziehen. Diesmal wieder am Band entlang pinseln um Lücken zu schließen. Dann die übrig gebliebene Fläche streichen. Im unten eingebetteten Video siehst du noch einmal ganz genau wie du eine Wand zwei- oder mehrfarbig streichst wie ein Profi!

Für Profis kein Problem: Geometrische Muster machen jede Wand zum Eyecatcher

Du möchtest beim Betreten eines Raumes gleich gute Laune bekommen? Dann eignet sich eine knallige Farbe wie dieser Koralle-Ton perfekt für dich! Ist die Farbe eher hell kannst du damit ein ganzes Zimmer streichen. Bei sehr kräftigen Farben lautet die Empfehlung sich eher auf eine einzelne Wand zu beschränken, sonst kann das Ganze schnell erschlagend wirken. Der Farbton an der Wand kann perfekt in der Deko des Raumes wieder aufgenommen werden. So entsteht ein harmonisches Gesamtbild!

Eine knalliger Farbton an der Wand sorgt immer für gute Laune

Profi-Tipp: Damit farbige Wände gleichmäßig werden am Besten immer zwei Mal streichen

Checkliste: Diese Dinge brauchst du für’s Streichen

  • Kleine Pinsel
  • kleine und große Farbrolle
  • Abstreifgitter
  • Abdeckfolie oder Abdeckvlies
  • Kreppband
  • Leiter
  • Wandfarbe
  • Rührholz
Gut vorbereitet mit dem passenden Werkzeug

Richtig steichen: Profi-Tipps fürs Selbermachen

Erster Schritt: Die Vorbereitung

Für ein perfektes Ergebnis sollte man unbedingt Zeit in eine gründliche Vorbereitung investieren. Das heißt im Einzelnen:
– Steckdosen- und Lichtschalterverkleidungen abschrauben
– Fußbodenleiste, Tür- und Fensterrahmen abkleben
– mit einem Besen Staub von den Wänden entfernen
– kleinere Möbelstücke aus dem Zimmer bringen
– restliche Möbel mit Abdeckfolie schützen
– Fußboden mit Abdeckvlies oder alten Decken auslegen
– alle Nägel und Schrauben entfernen
– eventuelle Löcher oder Risse spachteln

Zweiter Schritt: Die Wandfarbe vorbereiten

Niemand weiß wie lange so ein Eimer Farbe im Baumarkt stand. Häufig hat sich eine wässrige Schicht auf der Oberfläche gebildet. Damit der Anstrich gleichmäßig ausfällt ist es daher sehr wichtig die Farbe mindestens zwei Minuten lang gut umzurühren. Dafür eignet sich am besten glattes Holz, wie zum Beispiel von dem Stiel eines langen Pinsels. Wenn du häufig und gerne streichst lohnt es sich in ein spezielles Rührholz zu investieren.

Vor dem Streichen muss die Wandfarbe gründlich durchgerührt werden

Dritter Schritt: Zuerst die Decke streichen, dann die Wände

Diesen Schritt kannst du überspringen wenn du nur Wände streichen möchtest. Soll aber auch die Zimmerdecke einen neuen Anstrich bekommen, ist es wichtig dass diese zuerst und danach erst die Wände gestrichen werden. Zuallererst streichst du mit einem Pinsel die Ecken und eventuelle Kanten. Dann greifst du zu einer großen Farbrolle beginnst an der Wand an dem das Fenster ist. Damit keine Streifen und Übergänge entstehen streichst du die Decke in Bahnen. Immer von der Fensterseite zur gegenüberliegenden Wand. Die Decke sollte mindestens 12 Stunden trocknen, bevor du diese abklebst um die Zimmerwände zu streichen.

Auch die Zimmerdecke kann ab und zu einen neuen Anstrich vertragen

Profi-Tipp: Bei geschlossenem Fenster streichen, damit alles gleichmäßig trocknet

Vierter Schritt: Wände streichen – So wird’s gleichmäßig

Wie auch beim Streichen der Decke beginnst du mit einem Pinsel. Zuerst werden alle Ecken vorgestrichen. Im nächsten Schritt streichst du mit Pinsel und kleiner Farbrolle etwa einen Meter an der Fußbodenleiste, an Fenster- und Türrahmen und an der Decke entlang. Auch um Steckdosen und Lichtschalter mit einem Pinsel drum herum streichen. Dann kannst du zur großen Farbrolle greifen. Diese vor dem ersten Eintauchen in den Farbeimer aber unbedingt anfeuchten! Tauche die Rolle dann gut in den Farbeimer ein, sodass diese genug Farbe aufnehmen kann. Anschließend die Rolle über das Abstreifgitter rollen. Dann kann es losgehen!

Profi-Tipp: Streiche nass in nass, so verhinderst du, dass Übergänge nach dem Trocknen sichtbar werden

Mit einem Pinsel an Tür- und Fensterrahmen und in den Ecken streichen

Fünfter Schritt: Die Nachbereitung

Ist alles fertig gestrichen solltest du als erstes das Malerkrepp entfernen. Dieses sollte langsam und vorsichtig abgenommen werden, solange die Wände noch nicht trocken sind. Dann sind die Streichutensilien dran: Alle Pinsel und Farbrollen schnell und gründlich mit Wasser abspülen, denn trocknet die Farbe erst einmal an den Farbrollen werden diese unbrauchbar.

Profi-Tipp: Den Deckel des Farbeimers unbedingt reinigen vor dem Verschließen. Denn sonst trocknet die Farbe am Deckel und fällt bei erneutem Öffnen des Eimers hinein und die Farbbrösel werden dann an der Wand verteilt.

Und nun viel Spaß beim Selbermachen!

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